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Europa – EU

EUROPOLY – Ein europäischer Alptraum
ABSOLUT SEHENS- UND LESENSWERT UND WICHTIG!!! WIR MÜSSEN ENDLICH AUFWACHEN UND AUFHÖREN MITZUSPIELEN, DENN DAS WIRD AUCH BALD BEI UNS SO WEIT KOMMEN!!!PRIVATISIERUNG UNTER DER TROIKA – Milliarden-Immobilien werden verschleudert, Wasserwerke gegen den Willen der Bevölkerung an Konzerne vertickt, ganze Banken gehen zum Billigpreis an dubiose Käufer – in den Krisenländern Europas steht das öffentliche Eigentum zum Verkauf. Oligarchen und Finanzinvestoren spielen ein gigantisches Monopoly. Die Gläubiger haben die Regeln zu Gunsten der Zocker geändert: Im Europoly stehen die Verlierer von Beginn an fest. Eine Anleitung in drei Kapiteln.1. Kapitel Die Bank – Oder: wer ist eigentlich die Troika?

Im Europoly, in dem um Staatsbesitz gezockt wird wie im Monopoly um Straßen, übernimmt die sogenannte Troika die Rolle der Bank. Zu Spielbeginn gibt die Bank Geld an die EU-Krisenstaaten aus. Sie hat die Iren mit Krediten in Höhe von 68 Milliarden, die Griechen mit 270 Milliarden, die Portugiesen mit 78 Milliarden Euro und schließlich die Zyprioten mit zehn Milliarden Euro finanziert, als die sich in Folge der Euro-Krise an den Finanzmärkten kein Geld mehr leihen konnten. Die Funktionäre der Troika – vom Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Kommission – überwachen dann, ob die Länder unter dem Rettungsschirm ihre Vorgaben auch einhalten.

2. Kapitel Die Spieler – Oder: welcher Staat verkauft was?

Auf Staatenseite gibt es im Europoly vier Spieler. Die Länder, in denen die Troika schon im Einsatz war, sind Irland, Portugal, Griechenland und Zypern. Sie starten ins Spiel mit unterschiedlich hohen Schulden. Wer das meiste Geld leiht, muss auch das meiste verkaufen.

Auch Investoren aus dem In- und Ausland spielen mit um die lukrativen Unternehmen und Grundstücke

Die Spielregeln:
Spielregeln lesen macht keinen Spaß. Sie selbst festzulegen, dagegen schon. Privatisierungen sind ein fixer Teil der Euro-Stabilisierungsprogramme, die Troika schreibt sie in jeden Vertrag. Die EU-Kommission erklärt, sie sei davon überzeugt, „dass Privatisierungen dazu dienen, die Wirtschaft effizienter zu machen und Schulden abzubauen“. Es sei für Schuldenstaaten absolut notwendig, internationale Investoren ins Land zu holen, um die eigene Wirtschaft zu stärken. Die Investoren stecken dann noch mehr Geld in die Unternehmen, so die Idee, und schaffen neue Arbeitsplätze. Für das Spiel bedeutet das, der Staat verkauft seinen Besitz höchstbietend an möglichst viele Interessenten. Dafür sollte er so viel Geld bekommen, dass es nicht schlimm ist, dass er zukünftig zahlen muss, wenn er das Feld wieder betritt. Im Europoly hat das bisher aber nicht besonders gut geklappt.

Die nationalen Regierungen denken ähnlich wie die Troika: Privatisierungen verbessern Management und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Sie finden ohnehin nicht, dass die Staaten bisher besonders viel aus ihrem Besitz gemacht haben. Gikas Hardouvelis beispielsweise, ehemaliger Privat-Banker und seit Juni Finanzminister von Griechenland, sagt: „Der Staat ist ein schlechter Manager.“ Es gebe zudem schlicht keine Alternativen zu den Privatisierungsprogrammen, man brauche das Geld, um die Schulden zu bezahlen.

3. Kapitel Die Spielverderber

Der Widerstand wächst

Europoly bringt einigen Spielern großen Reichtum, andere treibt es in den Bankrott. Spielverderber fordern deshalb fairere Regeln. Sie fragen die Troika: Warum werden die Krisenstaaten so unter Zeitdruck gesetzt? Warum wurde in Griechenland mit den Verkäufen nicht gewartet, bis der Markt sich erholt? Wieso wird alles getan, damit die Geschäfte zum Schnäppchen für Investoren werden? Das dritte Kapitel lässt diejenigen zu Wort kommen, die nicht mehr länger mitspielen wollen.

der ganze relativ lange, aber aufklärende und interessante Bericht hier: http://europoly.tagesspiegel.de/#

das ganze Video hier: https://www.youtube.com/watch?v=kz1FnBoRwkk

 

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