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Thomas Bachheimer – Wo ist unser Gold!

Thomas Bachheimer
Goldstandard-Präsident: „Nationalbanker haben Österreicher für dumm verkauft!“

Thomas Bachheimer ist Präsident des Goldstandard-Institutes, Chefredakteur der Wirtschaftsseite hartgeld.com und ein ausgewiesener Experte in Gold- und Währungsfragen. Im Gegensatz zu anderen Experten nimmt er sich kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, Probleme deutlich anzusprechen. Beispielsweise schlug sein Interview mit dem Wirtschaftsblatt hohe Wellen, als er angesichts der Hypo-Affäre verkündete: „Wer Steuern zahlt, ist Teilnehmer an einer illegalen Aktion.“ Bachheimer tritt für gesunde Staatsfinanzen, eine harte Währung und gegen ausufernde Staatsbürokratie ein. Er ist auch ein Unterstützer der Initiative „Rettet unser österreichisches Gold“ des FPÖ-Nationalratsabgeordneten Gerhard Deimek, der sich dafür einsetzt, die im Ausland eingelagerten Goldbestände der Österreichischen Nationalbank auf österreichischen Boden zurück zu holen. Unzensuriert.at hatte die Möglichkeit, Bachheimer exklusiv zu den wichtigsten österreichischen und internationalen Wirtschaftsthemen zu befragen.

Herr Bachheimer, als Europapräsident des Gold Standard Institutes können sie uns vielleicht sagen, was mit den deutschen und österreichischen Goldreserven eigentlich los ist. Warum schaffen die Regierungen es nicht, die im Ausland eingelagerten Bestände zügig nach Hause zu holen, so wie einst der französische Staatspräsident de Gaulle es tat?

Bachheimer: Weil der weise alte Franzose dies zu einem Zeitpunkt tat, als das Goldfenster noch offen war. Wahrscheinlich wurde genau wegen dieser Aktion das Goldfenster auch erst geschlossen. Seit diesem Tag, dem 15. August 1971, hat es kein Land mehr geschafft, größere Mengen seines Goldes wieder auf eigenen Grund und Boden zu bringen. Die Befürchtungen des Goldstandard Instituts, aber auch anderer internationaler Beobachter, dass das Gold längst nicht mehr da ist, sondern in dunkle Kanäle gewandert ist, werden durch das Versagen der Deutschen Bundesbank weiter genährt. Diese hat ja energisch darauf gedrängt, große Teile des Goldes nach Hause zu holen, ist damit aber kläglich gescheitert. Man hat sich bezüglich der Herausgabe mit den USA zunächst auf einen Mehrjahresplan geeinigt, aber bereits die ersten Lieferungen waren in Art und Umfang vertragsbrüchig. Der größte Witz ist, dass Barren geliefert wurden, die nicht den eingelagerten Barren entsprochen haben. Es waren neu eingeschmolzene Barren. Dies beweist, dass die Amerikaner bzw. die FED nicht mehr über das Gold verfügen, sondern sich ganz andere Organisationen des Goldes bemächtigt haben.

„Raidl und Nowotny haben Österreicher für dumm verkauft!“

Sehr lässig sehen die österreichischen Währungshüter die Situation. Eine Woche vor der Nationalbank-Pressekonferenz hat man großartig verkündet, dass es ein Monitoring der österreichischen Auslandsgoldbestände, zumindest jener in London, geben würde. Aber schon wenige Tage nach der Ankündigung hat Raidl (Anm.: Claus Raidl, Präsident des Generalrates der ÖNB) in Anwesenheit Nowotnys (Anm.: Ewald Nowotny, Gouverneur der ÖNB) auf der Nationalbank-Pressekonferenz bekanntgegeben, dass das Monitoring bereits stattgefunden hätte und alles in Ordnung sei. Man braucht allerdings kein Goldexperte zu sein, um abschätzen zu können, wie lange es dauert, einige dutzend Tonnen Gold abzuzählen, abzuwiegen, und die Barrennummern zu kontrollieren. So etwas würde mehrere Monate in Anspruch nehmen. Raidl und Nowotny haben die Österreicher wieder einmal für dumm verkauft und es dabei gehörig an Respekt vor dem wahren Eigentümer des Goldes – dem österreichischen Volk – fehlen lassen, ganz in der Tradition österreichischer Politiker und Beamter, die immer schon meinten, dass was des Volkes ist eigentlich das ihre wäre.

Der ganze sehr interessante Artikel hier: http://www.unzensuriert.at/content/0016342-Goldstandard-Pr-sident-Nationalbanker-haben-sterreicher-f-r-dumm-verkauft

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