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Goldstandard-Präsident: „Verlierer beim Euro sind Freiheit, Demokratie und Privateigentum“

Thomas Bachheimer

Herr Bachheimer, der ehemalige EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat vor ein paar Tagen in einem Interview verlautbart, dass der Euroraum besser abgesichert sei als andere Währungsräume in Hinblick auf zukünftige Währungs- und Finanzkrisen, da die Eurozone Instrumente zur Liquiditätsunterstützung von sowohl Banken, Unternehmen als auch Staaten habe. Können wir uns also unter dem ESM-Sonnenschirm zurücklehnen und die Eurokrise für beendet betrachten?

Bachheimer: Ganz nüchtern betrachtet, verstehe ich nicht, was der meint. Er sollte doch wissen, dass dies reinster Humbug ist. Unter Absicherung ist verstehen, dass Deutschland, die Niederlande, Finnland und Österreich in die Pflicht genommen werden, die Bürde aber niemals „derheben“ werden. Das Wort Liquiditätsunterstützung ist ohnehin ein False Flag und Ablenkung. Wie will man fehlende „reale“ Liquidität ersetzen? Wir haben doch gelernt, dass die durch Gelddrucken ausgelösten Verwerfungen mit Gelddrucken nicht gelöst werden können. Zum ESM: Auch wenn das Lösen von Verschuldungsproblemen unter einem sogenannten Schirm geschehen soll, muss die Rechnung jemand begleichen und das sind die oben genannten Länder. Und es wird nicht funktionieren, sondern schwächt die letzten übriggebliebenen funktionierenden Volkswirtschaften. Das einzige, was abgesichert ist, sind die Pfründe der Politiker und Banker, die sich mit der Beute aus dem Staub gemacht haben. Trichet lügt und ist das Symbol für den Finanzpöbel der uns die letzten drei Jahrzehnte ausgenommen hat.

Sollte Österreich aus dem Euro aussteigen? Wie könnte so ein Ausstieg funktionieren? Sehen sie die österreichische Staatsverschuldung als akutes Problem? Könnten uns die hohen Staatsschulden im Falle eines Euro-Ausstieges auf den Kopf fallen?

Bachheimer: Ob mit oder ohne Euro. Die Staatsschulden, die uns die Politik, ohne uns zu fragen, heimlich aufgebürdet hat, werden uns so oder so hart treffen. Diesen Schmerz können wir uns leider nicht ersparen. Wir haben die Wirtschaftsleistung der nächsten Jahrzehnte bereits konsumiert. Der Fasching ist vorbei und nun kommt die Fastenzeit. Leider nicht für die Verantwortlichen. Diese haben sich fettgefressen und werden sich mit der Beute davonstehlen. Siehe Banken, sie überlassen uns nach der rauschenden Ballnacht das Aufräumen.

Wer profitiert Ihrer Meinung nach vom Euro und wer sind die Verlierer?

Bachheimer: Es gibt nur vier Gruppen von Profiteuren, die sich aber einen riesigen Kuchen aufteilen können. Zu allererst gewinnt die politische Kaste, weil diese wesentlich mehr versprechen kann, als dies durch eine ordentliche Budgetpolitik in einem ordentlichen Währungssystem möglich wäre. Dies zeigt auch, mit welchem Politiker-Material wir überall im Moment konfrontiert sind. Alles Populisten, die mehr versprechen, als sie halten können und nicht verantwortungsvolle Politiker, die haushalten können.

Finanzpöbel vergreift sich am Volksvermögen

Noch nie in der Geschichte der Demokratie hat sich ein Finanzpöbel derart offen am Volksvermögen vergriffen, es für seine Interessen verwendet, die Bürger entrechtet und enteignet. Ohne Euro wäre dieser Machttransfer niemals zu vollziehen gewesen. Verlierer der Euroeinführung sind in erster Linie die Freiheit, die Demokratie, das Privateigentum und die Bürger. Nachdem Europa Anfang der 1990er gedacht hat, den Sozialismus ein für alle mal losgeworden zu sein, zeigt dieser 25 Jahre später seine hässliche Fratze erneut, genauso demokratiefeindlich wie damals im Osten, jedoch mit kleinen Änderungen:

  1. Er heißt nicht mehr Sozialismus, sondern Europäische Idee.
  2.  Banken und Politik genießen die Vorzüge des Sozialismus.
  3. Die Enteignung ist staatsübergreifend.

http://www.unzensuriert.at/content/0016351-Goldstandard-Pr-sident-Verlierer-beim-Euro-sind-Freiheit-Demokratie-und

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